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Jun 23 2016

MS-DOS-Software CHIRON: Rechtsstreit um Lizenzverlängerung könnte Patienten gefährden


64 australische Krankenhäuser arbeiten mit der MS-DOS-Software CHIRON, die in den frühen 1990er Jahren entwickelt wurde. Das Problem: Der Hersteller Working Systems fordert gerichtlich die Abschaltung der noch im Betrieb befindlichen Installationen, da die Lizenzierung bereits im März 2015 abgelaufen ist. Die Verwaltung des australischen Bundesstaats South Australia hätte diese Entwicklung verhindern können, hätte man im Jahr 2003 Verträge über ein Update und eine Lizenzverlängerung unterschrieben. Das ist aber nicht geschehen, weshalb jetzt ein Rechtsstreit entstanden ist. Während der Hersteller auf die erloschenen Lizenzrechte verweist, soll die Software noch weiter genutzt werden dürfen. Denn eine Übergangslösung gibt es nicht, die Software ist derzeit unersetzlich – auch hier sollten Versäumnisse eingestanden werden. Nicht genug, dass die Software-Lizenzierung nicht verlängert wurde – keine Nachfolge-Software zu organisieren oder entwickeln zu lassen verschlimmert die Lage weiter. Mittlerweile gilt die Software EPAS als CHIRON-Nachfolge, allerdings läuft die Anwendung erst in zwei der 64 Krankenhäuser problemlos. Für eine komplette Umstellung wird mehr Zeit benötigt.

CHRION sichert Daten zu Medikation und Allergien – Datenverlust wäre Katastrophe

Wie auch immer die gerichtliche Auseinandersetzung ausgehen wird, das Handeln von Hersteller und Behörden könnte zu Lasten der Krankenhaus-Patienten gehen. Wird das CHIRON-System abgeschaltet, bevor EPAS in allen Krankenhäusern einsatzbereit ist, hätte dies zur Folge, dass Patientendaten nicht zugänglich sind. Ein gerichtlich erzwungenes Abschalten der Software könnte zu Datenverlust führen.  Das CHIRON-System erfasst unter anderem wichtige Vermerke über Medikation und Allergien. Das Gericht hat nun zu entscheiden, ob die Interessen des Herstellers über denen des Lizenznehmers stehen. Die Hauptverhandlung ist für Dezember dieses Jahres angesetzt. Bleibt zu hoffen, dass sich Hersteller und Behörden einigen können und dass im Sinne der Patienten gehandelt wird.


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